Erste Heimniederlage für Blau-Weiß

Mit hängenden Köpfen verließen die Spieler des FC BW Friesdorf nach der 1:3 Niederlage gegen die Zweitvertretung von Fortuna Köln den Platz. Und dabei hatte alles so gut begonnen.

77 Zuschauer – oder zumindest der Teil, dessen Herz für die Heimmannschaft schlägt – bejubelten in der 25. Minute den Treffer von Dastit Bulliqi zum 1:0.

Wenig später hatte Bulliqi sogar die Chance auf 2:0 zu erhöhen, doch der Ball ging knapp am Tor vorbei. „Wir haben wohl gedacht, dass läuft und es geht einfach so weiter“, resümierte Friesdorfs Coach Thomas Huhn im Nachgang. „Wir haben allerdings das Spiel zu keiner Zeit unter Kontrolle bekommen, anders als die Fortuna, die technisch gut kombiniert hat und mit langen Bällen immer wieder gefährlich vor unser Tor kam.“

In der 39. Spielminute  beförderte Kristijan Stefanovski das Leder zum 1:1 Ausgleich in die Maschen (39.). Mit einem Unentschieden ging es für beide Teams in die Halbzeitpause.

„Natürlich haben wir mit Blick auf die vergangenen Spiele geglaubt, dass wir spielerisch in der Lage sind, das Spiel noch in Griff zu bekommen. Doch heute war es ein gebrauchter Tag. Wir haben es auch in der zweiten Halbzeit nicht geschafft, den Gegner zu bespielen und unter Druck zu setzen. Im Gegenteil immer wieder mussten wir gefährliche Gegenstöße verteidigen,“ so Huhn.

In der 74. Minute  war es Fortunas Ibis Renda, der den Ball nach einer schlecht verteidigten Ecke zur 2:1 Führung für die Gäste rechts unten im Friesdorfer Gehäuse platzierte. Nun war Blau-Weiß gezwungen, alles nach vorne zu werfen, um zumindest noch den Ausgleich zu schaffen, doch es sollte nicht sein.

Mit einem Konter besiegelte die Elf von Trainer Marco Zillken die Friesdorfer Niederlage, als Jonathan Tandundu Clausen in der 91. Minute zum verdienten 3:1 Endstand für die Kölner traf und den FC BW Friesdorf in die Schranken wies. Durch die Niederlage fiel der FC BW Friesdorf in der Tabelle auf Platz sechs zurück.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und so richtete das Trainerteam direkt nach dem Spiel den Blick auf das nächste Ereignis. Das Bitburger Pokalfinale gegen den SSV Merten am 3. Oktober im Sportpark NordAnstoß ist um 15:00 Uhr. Wir hoffen auf zahlreiche Friesdorfer Unterstützung und freuen uns über Jede und Jeden, der uns in den Sportpark Nord begleitet.

Am kommenden Sonntag hat Blau-Weiß dann eine schwere Aufgabe vor der Brust.

Vor heimischem Publikum trifft der FC BW Friesdorf dann auf den 1. FC Düren.

 

Spätes Remis kostet Friesdorf zwei Punkte

Es war über 85 Minuten das erwartete schnelle und spannende und Spiel. Eine Partie die über weite Strecken auf Augenhöhe geführt wurde. „

Es war über 87 Minuten das erwartete schnelle, spannende und enge Spiel. Eine Partie, die über weite Strecken auf Augenhöhe geführt wurde. Auch das Ergebnis, das 1:1 Unentschieden, ging am Ende für beide Trainer in Ordnung.

Friesdorf erwischte einen guten Start. Kaum war der Anpfiff ertönt, ging es vor 130 Zuschauern bereits flott zur Sache. Boris Kivoma stellte die Führung des FC BW Friesdorf her (6.). Die erste Hälfte gestaltete sich absolut ausgeglichen, die Partie spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab. Doch weitere, wirklich zwingende Chancen konnten sich die Friesdorfer nicht mehr erarbeiten, stattdessen musste Friesdorfs Keeper Abduelrihim El Daghais gleich zweimal sein Können unter Beweis stellen.

Mit einem Tor Vorsprung für Friesdorf ging es für die beiden Teams nach dem Pausenpfiff in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel hatten die 05er deutlich höhere Spielanteile und auch die besseren Torchancen, während sich die Friesdorfer aufs Kontern verlegten. Nach hinten aber stand Blau-Weiß auch in den zweiten 45 Minuten sicher. „Wir haben nicht viel zugelassen, bis auf die Standards, der eine davon hat uns dann am Ende zwei Punkte gekostet“, erklärte Thomas Huhn.

Gemeint ist der Treffer von Andre Klug in der 87. Minute, der das späte Hennefer Remis sicherte. Vorausgegangen ein Foul von Marvin Steiger, das vom Unparteiischen mit Gelb-Rot und mit einem Freistoß geahndet wurde.

„Zum einen war die Mauer unglücklich positioniert, zum anderen war der Freistoß aber auch einfach gut geschossen.“ gestand Huhn. Andre Klug drosch den Ball wie an der Schnur gezogen von der Strafraumgrenze in den oberen Winkel.

Der späte Ausgleich ließ dann leider die Emotionen überschwappen. Es kam zur Rudelbildung, an der sich die Spieler beider Mannschaften beteiligten. Danach erhielten sowohl der Friesdorfer Abwehrchef Alexandros Liontos als auch der Hennefer Burak Mus die Rote Karte. Wobei aus Sicht von Thomas Huhn die beiden falschen Akteure die Rote Karte bekommen haben: „Keiner konnte irgendwo Tätlichkeit erkennen. Die unschönen Szenen sind für mich persönlich der katastrophalen Schiedsrichterleistung geschuldet. Der Referee hätte bereits viel früher schon Gelbe und Gelb-Rote Karten zeigen müssen und das nicht nur eine Richtung,“ haderte Huhn mit der Leistung des Schiedsrichtergespanns. Dies gilt auch für die Provokationen seitens der Hennefer Bank, die, so Huhn, wie in alten Zeiten sehr emotional und wortreich waren und dann leider auch mich auf die Palme gebracht haben. „Natürlich sehe ich das nach dem Spiel kritisch. Mit ein wenig Abstand weiß jeder, dass sowohl die Rudelbildung als auch das Verhalten der Verantwortlichen auf unserer und der Hennef Bank unnötig waren. Und es ärgert mich im Nachhinein, dass ich mich habe provozieren lassen“, erklärt Friesdorf Coach nachdenklich.

Zurück zum Sportlichen: Der FC BW Friesdorf kann mit dem Punkt in Hennef durchaus zufrieden sein. Er bleibt damit weiterhin auf Platz fünf. Der FC BW Friesdorf empfängt am kommenden Sonntag um 17 Uhr den S.C. Fortuna Köln U23. Bezüglich der neben den Langzeitverletzten nun auch noch gesperrten Spieler, muss und wird sich das Trainergespann Johannes Weitensteiner/Thomas Huhn was einfallen lassen müssen.