Unentschieden in Mendig –  Heimsieg gegen Wachtberg

Die Karawane zur Rückrundenvorbereitung führte den FC Blau-Weiß Friesdorf in den vergangenen Wochen über Luxemburg, Velbert, Bad Honnef, Engers und Mendig (12. Februar) bis sie gestern (16. Februar) beim ersten Heimspiel des Jahres gegen den Landesligisten SV Wachtberg in Friesdorf zum Stehen kam.

Gegen den Rheinlandligisten SG Mendig/Bell kam Friesdorf von Beginn an gut ins Spiel und führte bereits nach einer Viertelstunde durch die Tore von Jacob Yusuf Ballah und Alperen Surül mit 2:O.

Nach der vermeintlich sicheren Führung fiel das Team von Friesdorfs Trainergespann Weitensteiner/Huhn zum Ärger der beiden in einen „kollektiven Dämmerzustand“.

Die Folge: der Mendiger Anschlusstreffer. Kurz vor der Halbzeit verteilten die Friesdorfer zur Überraschung der Gastgeber dann auch noch Geschenke. Etienne Kamm bescherte Mendig mit einem sehenswerten Eigentor den auch für die Gastgeber überraschenden Ausgleich zum 2:2.

Die Halbzeitansprache in der Kabine war ein Weckruf, denn Blau-Weiß war nun wie zu Beginn der Partie spielbestimmend, druckvoll und drängte in die gegnerische Hälfte. Dennoch musste die Mannschaft in der 73. Spielminute den 3:2 Führungstreffer der SG Mendig/Bell hinnehmen.

Wenig später gelang Jacob Jusuf Ballah der Ausgleich. Yoshua Grazinas Treffer wurde vom Referee nicht gewertet, so blieb es beim 3:3 unentschieden.

„Wir haben über weite Strecken gut gespielt, Druck aufgebaut und viele gute Ansätze gezeigt, resümierte Thomas Huhn nach der Partie. „Das Spiel hat sich zu 90 Prozent in der Mendiger Hälfte abgespielt. Leider gibt es in unserer Defensive immer mal wieder Aussetzer, die dann zu unnötigen Gegentreffern führen. Die gilt es abzustellen.“

 

Am Sonntag, den 16. Februar, empfing der FC Blau-Weiß Friesdorf zum ersten Heimspiel der Saison den Landesligisten SV Wachtberg. Da konnte sich das Team von Huhn/Weitensteiner verdient mit 3:2 gegen die Elf von Stefan Behr durchsetzen.

Takahito Ohno war es, der sein Team nach einem Standard per Kopf mit 1:0 in Führung brachte.

Doch die Freude währte nicht all zu lange. Dennis Nuhi, gerade erst zur Winterpause von Friesdorf nach Wachtberg gewechselt, konnte sich auf der linken Seite gegen die Friesdorfer Abwehr durchsetzen und den Ball ungehindert seinem Teamkollegen Dennis Prause passen, der das Leder zum Ausgleich über die Friesdorfer Torlinie zirkelte.

Die erneute Friesdorfer Führung zum 2:1 fiel durch einen direkt verwandelten Freistoß.

Nach der Halbzeitpause wurde auf Friesdorfer Seite durchgewechselt, dabei ging der Spielfaden zunächst ein wenig verloren. Doch alles in allem, so Huhn, hat es die Mannschaft, die nach der Pause auf dem Platz stand, in den Augen des Trainers nicht schlechter gemacht. Jacob Yusuf Ballah bediente nach einer wunderschönen Einzelleistung schließlich Geburtstagskind Julian Rahn, der aus fünf Metern frei ins Wachtberger Tor schießen konnte. Eine weitere, wirklich erstklassige Friesdorfer Chance konnte Boris Kivoma danach nicht verwerten, so blieb es alles in allem bei einem aus Sicht des Friesdorfer Trainergespanns verdienten 3:2.

„Wir haben Wachtberg gut bespielt und viele gute Spielzüge gezeigt, aber auch noch die ein oder andere Schwäche offenbart,“ sagte Friesdorfs Coach Thomas Huhn nach dem Spiel. „Die gilt es bis zum Rückrundenstart respektive zum Pokalspiel am 26. Februar gegen Pesch abzustellen.“

Remis gegen Honnef

Die erste Halbzeit war geprägt von Fehlpässen auf Friesdorfer Seite. Die Elf von Trainer Thomas Huhn konnte sich in den ersten 45 Minuten keine einzige zwingende Torchance erarbeiten. Lediglich zwei, drei Mal fanden die Friesdorfer der Weg vor‘s generische Tor, doch ohne zählbaren Erfolg.

In der Halbzeitpause wurde auf Blau-Weißer Seite durchgewechselt. Die nun auf dem Platz agierende Mannschaft machte ihre Sache dabei durchaus besser. Dennoch mussten die Gäste in der 56. Spielminute das 1:0 der Badestädter hinnehmen. Honnefs Kapitän Kevin Leisch sah, dass Friesdorfs Keeper Eric Klaas viel zu weit vor dem Gehäuse stand und lupfte den Ball aus 50 Metern über den Keeper in die Maschen.

Nach dem Rückstand ging ein Ruck durch die Mannschaft, Friesdorf spielte druckvoller, erarbeitete sich viele Chancen, die allerdings entweder am eigenen Unvermögen oder am gut aufgelegten Honnefer Keeper scheiterten.

„Insgesamt stand Bad Honnef sehr tief und gab uns auch selten die Chance, den Ball vernünftig rauszuspielen. Wir waren aber auch zu ideenlos, obwohl wir in Halbzeit zwei schon besser agiert haben“, erklärte Friesdorfs Coach Huhn.

In der 76. Minute glich Benni Germerodt durch einen direkt verwandelten Freistoß zum 1:1 aus.

Auch im weiteren Spielverlauf erspielten sich die Friesdorfer noch die ein oder andere gute Chance. Eine davon nutzte der aus der Hennefer U19 gerade nach Friesdorf gewechselte Jan Lucas Mowitz zur 2:1 Führung für die Gäste. Ein schönes Tor von der Linie des Sechszehners.

In der 83. Minute war es Keigo Kikuchi, der zum 2:2 Ausgleich einnetzte.

„Leider haben wir uns selbst um den verdienten Lohn gebracht, da wir, statt den Ball einfach rauszuschlagen, die Situation im Sechzehner unbedingt spielerisch lösen wollten. Dabei haben wir uns dann den Honnefer Ausgleich eingefangen“, resümierte Huhn ein wenig zerknirscht.

Alles in allem konnte das Trainerteam Johannes Weitensteiner und Thomas Huhn mit dem Ergebnis aber leben. „Es war ein leistungsgerechtes Ergebnis. Die Honnefer haben ihre Sache gut und uns das Leben schwer gemacht. Sie haben tief gestanden und ihr Heil im Kontern gesucht, aber wir waren zu ideenlos, als dass wir eine kreative Lösung gefunden hätten“, erklärte Friesdorfs Coach nach dem Spiel.

Erfreut zeigte sich Friesdorfs Trainergespann aber über die Leistung der Neuzugänge im Kader:

„Vor allem Jacob Jusuf Ballah und auch der junge Jan Mowitz waren ein echter Lichtblick. Mit den Neuzugängen wird es nun auch innerhalb der Mannschaft zu mehr Konkurrenz um die Startplätze kommen“, so Huhn.

Neben Etienne Kamm (SV Bergisch Gladbach), Jacob Jusuf Ballah (TuRu Düsseldorf) und Jan Mowitz (U19 FC Hennef), wechselten auch Jonathan Tandndu Clausen (SC Fortuna Köln II), Burak Yildiz (SV Velbert), Yoschua Grazina (SV Bergisch Gladbach) und Niklas Fachinger (SV Niederbachem) zum FC Blau-Weiß Friesdorf.