Ernüchterung an der Ederener Str.

Mit einer 5:2 Niederlage kehrte die 1. Mannschaft aus Freialdenhoven zurück. Dabei war das Trainerteam Behr O’Hara/Huhn eigentlich guter Dinge nach Freialdenhoven gefahren, da die Siege gegen den Siegburger SV und unlängst in der Woche im Pokal gegen RW Merl für Selbstvertrauen in der jungen Mannschaft gesorgt hatten.

Friesdorf begann in der ersten Halbzeit forsch und versteckte sich keineswegs. So waren die ersten Chancen auch auf Friesdorfer Seite zu verzeichnen. Nach Freialdenhovener Ballverlusten am Friesdorfer Strafraum konnte Friesdorf die Umschaltmomente nutzen und schnell vor das Freialdenhovener Tor spielen. Hier gab es in den ersten 10 Minuten drei Aktionen, die jedoch unvollendet blieben.

Besser machte es Akremi bei seinem dritten Versuch als er in der 12. Minute den Ball alleine vor dem Torwart zum 1:0 in die lange Ecke schoss.

Auch nach der Führung konnte Friesdorf noch Torgefahr erspielen, Ibishi scheiterte in zwei Aktionen am Abwehrspieler.  Bei einem Freialdenhoven Angriff in den Friesdorfer Strafraum, war der Ball schon gespielt, als ein Friesdorfer Spieler den Freialdenhovener Emara in die Hacken trat. Unglücklich, aber vermeidbar. Weidner, letzte Woche Sieger beim Elfmeter gegen Kivoma, sollte auch diesmal Sieger im Duell gegen den Schützen bleiben. Koppitz scheiterte in der 19. Minute.

Schon eine Minute später sollte es Koppitz besser machen. Friesdorf leistete sich einen Ballverlust kurz hinter der Mittellinie, Emara eroberte den Ball und spielte den Tiefenpass auf Koppitz, der aus 16 Metern zum 1:1 in die lange Ecke abzog.

Nach dem Ausgleich wogte das Spiel bis zum jeweiligen Strafraum hin und her, ohne dass sich Torgefahr ergab. Durchnässt, dennoch auf Friesdorfer Seite zufrieden, begab man sich in die Kabine. Lediglich die Chancenverwertung sollte ein Thema in der Pause sein.

Die zweite Hälfte begann ausgeglichen. Freialdenhoven hatte auf die Friesdorfer Spielform reagiert und umgestellt und kam damit sichtbar besser zurecht als zur ersten Halbzeit. Dennoch konnte Friesdorf nach einer Freistoßvorlage von Kardan durch Ibishi mit 1:2 in Führung gehen. Das sollte es dann aber auch mit den Friesdorfer Angriffsfußball gewesen sein. Denn nach der Führung spielte Freialdenhoven auf.

Mit den Freialdenhovener Wechseln kamen zwei Stürmer und Friesdorf Gegenwind. Aus unerklärlichem Grund wurde wieder an der Mittellinie ein Ball verloren. Freialdenhovenes N’Goua passte den gewonnen Ball auf Emara der ziemlich locker zum 2:2 ausgleichen konnte.

Danach war der Bruch in der Friesdorfer Mannschaft deutlich zu sehen. Zwei Mal in Führung gegangen, zwei Mal die Führung wieder her zu geben, das nagt am Selbstvertrauen. Zwar konnte Friesdorf, oder wollte, weitere Angriffe starten, doch die Bälle kamen nicht mehr genau eröffneten den Freialdenhovenern Kontermöglichkeiten. Einer dieser Konter wurde zur Ecke geklärt. Aus der Ecke, die erst schon geklärt war, kam der Ball zu Weingart, der leicht Abseitsverdächtig, zum 3:2 in der 69. Minute traf. Friesdorf hoffte das Spiel noch mal drehen zu können, war dazu jedoch nicht mehr in der Lage.

So ließen sie Freialdenhoven nun viel Platz zum Kontern. Abschlüsse von Friesdorf auf das Freialdenhovener Tor gab es kaum, umgekehrt schon. Zwei Mal musste Friesdorf zum Anstoß an die Mittellinie. In der 82. Minute traf Tahir und in der 87. Minute Tchadjei. Ernüchtert, durchgefroren und enttäuscht kehrten die Friesdorfer aus Freialdenhoven zurück. „Sicherlich ist der Sieg für Freialdenhoven zu hoch ausgefallen,“ sagte Trainer Thomas Huhn nach dem Spiel. „Wenn die Chancen der ersten Halbzeit nur teilweise genutzt worden wären, wäre sicher auch ein besseres Ergebnis zustande gekommen. So müssen wir Trainer uns fragen, wie künftig hohe Niederlagen verhindert werden können. Die Anzahl der Gegentore ist zu hoch.“

Doch auch auf der Habenseite kann die Zahl der erzielten Tore auch nicht gerade als üppig bezeichnet werden. In jedem Fall wartet auf Trainerteam und Mannschaft noch viel Arbeit.

Den nächsten Schritt muss Blau-Weiß Friesdorf bereits am kommenden Mittwoch, 21.09.2022, machen. Dann geht es gegen den ambitionierten SSV Merten aus der Landesliga nicht um Punkte, sondern um den Einzug in das Endspiel um den Kreispokal. Anstoß in der Margaretenstraße in Friesdorf ist um 19:30 Uhr. Wir freuen uns auf euren Besuch!

 

Halbfinaleinzug für Blau-Weiß

Mit einem ungefährdeten 0:2 (0:1) Auswärtssieg beim Bezirksligisten RW Merl, sind die Blau-Weißen in das Halbfinale des Kreispokals eingezogen. Dabei machte RW Merl, die sich über 90 Minuten gegen die Niederlage stemmen, dem Team um das Trainerteam Behr O’Hara und Huhn das Leben schwer.

Pünktlich zum Spielbeginn fing es an zu regnen, was sicherlich den ein oder anderen Zuschauer davon abgehalten hat, sich dieses Spiel anzuschauen. In den ersten Minuten gestaltete sich die Partie noch ausgeglichen. Dabei kam Merl früh zu einer nennenswerten Torchance. Friesdorf kam erst nach zehn Minuten überhaupt ins Spiel. Dann aber wurde gut kombiniert, das Spielfeld gut und schnell überbrückt, was fehlte waren die Abschlüsse.

Von Merl sah man eine kämpfende Mannschaft, die aber in Richtung Zieldrittel recht wirkungslos wirkten. Mehr als harmlose Ecken, die allesamt gut verteidigt wurden, sprangen dabei nicht heraus. Friesdorf war dagegen bis zum Merler Strafraum schnell und zielstrebig, die Abschlüsse waren allerdings harmlos.

Erst berechtigter Foulelfmeter brachte die Friesdorfer in Führung. Jan Marc Bringer verwandelte den Elfer in der 30. Minute souverän. Viel Spektakuläres fand bis zur Halbzeit nicht mehr statt. Da schon lange nicht mehr im Regen gespielt wurde, konnte die Mannschaft Spielpraxis auf nassem Untergrund sammeln. Zufrieden und durchnässt ging es in die Kabine.

Auch in der zweiten Hälfte hatte Petrus kein einsehen. Es regnete weiter. Auch auf dem Platz das gleiche Bild, die Blau-Weißen ließen immer wieder gute Gelegenheiten ungenutzt.

Niclas Kratzmann im Friesdorfer Tor erlebte einen ruhigen Abend. Bis auf zwei, drei Merler Aktionen wurde er nicht getestet.

Friesdorf hatte spätestens ab der 60. Minute das Spiel, bis auf gelegentliche Entlastungsversuche der Merler, unter Kontrolle.

In der 75. Minute erhöhte Idir Zerrouk, mit einer direkt verwandelten Ecke auf 2:0. Allerdings gab es Unklarheit über den Torschützen, da nicht klar war, ob Ibishi nicht noch am Ball war.

Egal, wer das Tor geschossen hat, es hat gezählt. Bis zum Ende des Spiels gab es das gleiche Bild. Merl verteidigte gut, Friesdorf bestimmte das Spiel und kam zu gelegentlichen Abschlüssen. Alleine Jan-Lucas Mowitz hätte drei Mal für eine Ergebniskorrektur sorgen können. Als der gut leitende Schiedsrichter Martin Parkop nach 90. Minuten Abpfiff, stand fest, dass der FC BW Friesdorf den Einzug in das Halbfinale geschafft hatte. Der kommende Gegner wird am Donnerstag zwischen dem SV Hertha Buschhoven und dem SSV Merten ausgespielt.

Für unsere Blau-Weißen geht es am Sonntag in Freialdenhoven weiter. Anstoß bei der Borussia ist um 15:00 Uhr.

Wir freuen uns auf eure Unterstützung!