Ein Punkt gegen Arnoldsweiler

Trotz anfänglicher Führung und gutem Spiel konnte der FC BW Friesdorf auch am siebten Spieltag der Mittelrheinliga keinen Heimsieg einfahren. Dennoch zeigt die Erfolgskurve des FC BW Friesdorf weiter nach oben, denn seit drei Meisterschaftsspielen ist die Elf von Trainergespann Farkas /Huhn ohne Niederlage. Gegen die favorisierte Viktoria aus Arnoldsweiler gab es am Sonntag ein unter dem Strich leistungsgerechtes 1:1 Unentschieden

Trotzdem blickt das Trainerteam Farkas/Huhn nach dem Spiel ein wenig wehmütig zurück. „Vor dem Spiel“, so Thomas Huhn, „hätte ich für einen Punkt sofort unterschrieben. Aber nach dem Spiel sehe ich das etwas anders.“

Friesdorf kam von Anfang an gut in die Partie. Es entwickelte sich bereits in den ersten Minuten ein spannendes Spiel auf gutem Niveau. Die Torchancen erspielten sich dabei aber zunächst die Gäste aus Arnoldsweiler. Vor allem der gestern wieder einmal hervorragend aufgelegte Friesdorfer Torwart Jörg Gräber bewahrte seine Mannschaft vor einem Rückstand. Mit seinen Paraden ließ er sowohl Arnoldsweiler Dreyer, Musahshi Fujiyoshi als auch Gerhards scheitern. Doch auch auf der anderen Seite konnte Schlussmann Kevin Jackmuth überzeugen, der die Friesdorfer Führung durch Pascal Köpp, Severin Scholz, Pascal Langen und Jan Marc Bringer verhinderte. Erst in der 29. Minute konnte Jan Marc Bringer Jackmuth überwinden, als er im Fünfmeterraum nachsetzte und den Ball ins Tor stocherte. Mit der 1:0-Führung ging es dann in die Pause.

Anders als in den vergangenen Spielen war Friesdorfs Elf auch direkt nach Wiederanpfiff hellwach auf dem Platz.

Arnoldsweiler spielte nun druckvoll auf das Friesdorfer Tor, wurde von der Friesdorfer Defensivabteilung aber gut gearbeitet. Zudem gelang es Blau-Weiß, immer wieder gefährlich vor das Arnoldsweiler Tor zu kommen. Leider wurde die ein oder andere Chance, die Friesdorfer Führung auszubauen, nicht genutzt. Weder Severin Scholz, Daniel Farkas, Pascal Langen noch Abu Vicente konnten das Leder im Arnoldsweiler Gehäuse unterbringen.

Der Ausgleich fiel nach einem nicht zu Ende gespielten Friesdorfer Angriff. Ein langer Ball von Jackmuth wurde im Mittelfeld verlängert und auf Masashi Fujiyoshi gespielt. Der wiederum ließ sich nicht zwei Mal bitten und schoss aus 14 Metern zum 1:1-Ausgleich ein.

Im Anschluss entwickelte sich ein Spiel auf beide Tore, ohne dass jedoch eine der beiden Mannschaften noch ein Tor gelang. „Aus Friesdorfer Sicht war es einerseits ein gewonnener Punkt gegen eine Mannschaft, die am Ende unter den Topteams der Mittelrheinliga stehen wird. Anderseits aber auch zwei verlorene Punkte, um die Platzierungen zu erreichen, die zum Klassenerhalt notwendig sind“, erklärte Thomas Huhn nach dem Spiel. „Aber hier sind wir auf einem guten Weg!“

Am Mittwoch geht es erst mal zum FV Endenich, um das Halbfinale im Kreispokal zu spielen. Anstoß in Endenich ist um 19.30 Uhr.

Danach gibt es am Sonntag, 26. September, in der Mittelrheinliga wieder die Möglichkeit, Punkte zu sammeln. Dann spielt der FC BW Friesdorf in Siegburg gegen den Siegburger SV.

Friesdorf steht im Halbfinale des Kreispokals

Beide Kontrahenten – sowohl der ambitionierte Landesligist aus Merten als auch der Gastgeber aus Friesdorf – wollten die Karte für das Kreispokal-Halbfinale lösen, aber erst einmal nichts riskieren. So begann die Partie eher verhalten. Die Mannschaften tasteten sich zunächst vorsichtig ab, keiner wollte in die Vollen gehen und ein Gegentor kassieren.

Dennoch lag das Chancenplus in den ersten 45 Minuten eher auf Seien von Blau-Weiß. Das Team des SSV Merten ackerte unermüdlich und hielt dagegen. Angesichts des hohen Laufpensums der aufopferungsvoll fightenden Gäste war sich das Friesdorfer Trainerteam einig, dass der SSV das Tempo und die Laufleistung über die zweiten 45 Minuten sicher nicht aufrecht halten würde.

Eine richtige Einschätzung, die dazu führte, dass der Mittelrheinligist in Hälfte Zwei das Spiel bestimmte. Auch bezüglich der Wechsel bewies das Trainergespann Farkas/Huhn wieder einmal ein glückliches Händchen, denn es waren erneut die Joker, die wie schon in den Spielen zuvor, stachen.

Für das 1:0 zeichnete nach kurzem, schönem Solo, der für Zakria Harrach eingewechselte Abu Vicente verantwortlich, der das Leder ganz trocken aus 14 Metern in die kurze Torecke zirkelte (54.).

Kurze Zeit später hätte Vicente sein Team sogar mit 2:0 in Führung bringen können, scheiterte jedoch an den eigenen Nerven und nicht zuletzt am Mertener Schlussmann.

Der in der 66. Minute für Takaya Kato eingewechselte Todate Kanata war es schließlich, der in der 70. Spielminute das Ergebnis auf 2:0 hochschraubte. Ein schönes Tor, Kanata zog aus 20 Metern ab und platzierte den Ball passgenau in die linke Ecke des Mertener Gehäuses. Auch das 3:0 war sehenswert. Mit einem fulminanten Schuss trug sich Todate Kanata an diesem Abend zum zweiten Mal in die Torschützenliste ein, als er das Leder diesmal aus 23 Metern unhaltbar für Mertens Keeper Yannik Bültena im gegnerischen Tor unterbrachte.

Während die Zuschauer den Eindruck gewannen, dass sich der SSV mit dem drohenden Pokalaus bereits abgefunden hatte, war die Spielfreude auf Seiten der Gastgeber noch hoch. Der FC BW Friesdorf ging weiterhin bissig und griffig in die Zweikämpfe und erspielte sich weitere Torchancen, die aber allesamt ungenutzt blieben oder zum Teil, wie so häufig, fahrlässig liegen gelassen wurden.

Stattdessen gestattete das Team von Farkas/Huhn SSV den Gästen aus dem Vorgebirge in der letzten Minute sogar noch den Ehrentreffer.

„Insgesamt ein gutes Spiel der Mannschaft“, resümierte Friesdorfs Coach Thomas Huhn. „Gerne hätten wir aber auf Friesdorfer Seite zu Null gespielt, um das positive Ergebnis mit in das nächste Spiel am Sonntag zu nehmen. Denn dann erwartet uns mit Arnoldsweiler ein anderer Gegner von größerem Kaliber.“

In der Tat:  Am Sonntag muss sich Friesdorfs Erste mit einem der besten fünf Teams der Mittelrheinliga, Viktoria Arnoldsweiler, auseinandersetzen. Anstoß im Sportzentrum Friesdorf ist am Sonntag, 19.09.2021, um 15.30 Uhr.

Am kommenden Mittwoch heißt der Halbfinalgegner dann FV Endenich.