Niederlage beim Tabellenprimus

Mit Eric Klaas  gibt es nun einen weiteren Verletzten zu beklagen. Friesdorfs Keeper musste bereits in der 30. Minute angeschlagen den Platz verlassen. Dabei waren die Friesdorfer bereits mit einem stark dezimierten Team nach Wegberg-Beek gereist.

„In Anbetracht unserer Möglichkeiten war das 3:0 verdient und gerecht. Wir haben viele angeschlagene Spieler gehabt, haben wichtige Stammkräfte ersetzen müssen, das kann man irgendwann nicht mehr kompensieren,“ erklärte Friesdorfs Trainer Thomas Huhn nach dem Spiel.

Entscheidend für den Spielausgang war allerdings der Platzverweis für Fabian Djemail. Wegen groben Foulspiels zeigte ihm der Unparteiische kurz vor der Halbzeitpause die Rote Karte. „Bei der Roten Karte hätte ich mir ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters gewünscht. Kurz zuvor hatte Fabian bereits die gelbe Karte bekommen, da hätte man auch die Gelb-Rote statt die Rote Karte geben können,“ so Huhn.

In den ersten 15 Minuten hielt der FC Blau-Weiß Friesdorf in Wegberg gut mit, bis  Marc Kleefisch den Tabellenführer vor 247 Zuschauer mit 1:0 in Führung brachte.

Danach plätscherte das Spiel im Mittelfeld so dahin. Dennoch gab es auch auf Friesdorfer Seite zwei Torchancen durch Dastit Bulliqi und auch Ertugrul Ünal zu verzeichnen.

In der Halbzeitpause mussten die Trainer die Mannschaft nach dem Platzverweis neu ausrichten. Die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte verteidigte Blau-Weiß auch gut. Doch Tom Geerkens gelang in der 65. Minute das 2:0 für FC Wegberg-Beeck. Mit dem 3:0 machte Kleefisch nicht nur den Heimsieg seiner Mannschaft perfekt, sondern erzielte auch seinen zweiten Tagestreffer (69.).

Dennoch war Friesdorfs Coach mit  der Leistung seiner Truppe nicht unzufrieden: „Wir haben gedacht, jetzt brechen alle Dämme. Aber dem war nicht so, die Jungs haben weiter gekämpft, verteidigt und auch mit nach vorne gespielt, sich nicht aufgegeben, das war sehr gut. Positiv ist auch, dass wir nun die stärksten Mannschaften hinter uns haben. Bei den kommenden Spielen handelt es sich um Gegner auf Augenhöhe, wo wir das Ergebnis mitbestimmen können.“

Angesichts der hohen Zahl an angeschlagenen Spielern wird das Trainerteam das Training in dieser Woche etwas zurückfahren und den Jungs eine größere Regenerationszeit einräumen. Für das FVM-Pokalspiel gegen Mechernich wirft das Trainergespann Johannes Weitensteiner/ Thomas Huhn daher auch die Rotationsmaschine an, um gegen Wesseling wieder im Vollbesitz seiner Kräfte zu sein und den Spielern mit bislang wenig Spielzeit die Möglichkeit zu geben, sich zu zeigen.

Anstoß in der ersten Runde des FVM Pokals am Samstag, 19.10. im Sportzentrum Friesdorf ist um 15 Uhr. In der Meisterschaft ist der FC BW Friesdorf am 23.10.2019 gefordert, wenn die Spvg Wesseling-Urfeld zu Gast ist.

Schwere Aufgabe für Blau-Weiss

„Das Auswärtsspiel gegen Wegberg-Beeck ist wohl die schwerste Aufgabe, die wir in dieser Saison vor der Brust haben“, weiß Friesdorfs Trainer Thomas Huhn.

Nach der 0:4 Niederlage war der Trainer mit dem Auftreten seines Team vor heimischen Publikum alles andere als zufrieden, zumal die Mannschaft jeden Willen und Einsatz vermissen ließ. Das soll gegen Wegberg nicht wieder der Fall sein. Dennoch ist Thomas Huhn mit dem bisherigen Abschneiden seines Teams in der Saison nicht unzufrieden. Nach sieben Spielen haben die Blau-Weißen neun Punkte auf der Habenseite. „Unser Ziel waren 12 Punkte nach dem ersten Drittel der Saison, die können wir noch erreichen, das heißt, wir sind noch im Soll und können das Spiel gegen Wegberg ruhig angehen“, so Huhn. „Ziel ist der Klassenerhalt und den gilt es zu schaffen.“

Gedanken macht sich das Trainerteam über den Stand der verletzten Spieler, so steht mit dem Ausfall von Abduel Eldaghais mit Eric Klaas nur noch ein Torwart zur Verfügung. Auch auf anderen Positionen wird es mitunter eng. Um dem entgegenzuwirken hat Friesdorfs Coach hat Kontakt mit vereinslosen Spielern aufgenommen, die im Bedarfsfall direkt spielberechtigt wären. „Darunter ist auch ein Torhüter“, verrät der FC-Coach. Dennoch ist sich Huhn sicher, auch gegen den Tabellenführer eine schlagfähige Truppe auf den Platz stellen zu können. „Der Druck liegt klar auf Seiten der Gastgeber, denn von uns wird niemand etwas erwarten, das macht es für uns ein wenig einfacher.“