Benjamin Winnersbach soll die Defensive ordnen

Benjamin Winnersbach sorgte in der vergangenen Saison noch in der Reserve von Viktoria Köln für Stabilität in den Kölner Abwehrreihen.

Auch in Friesdorf wird er die Defensive verstärken und dort seine Stärken, die er selbst vor allem in seinem Zweikampfverhalten, aber auch seiner Kopfballstärke sieht, für Blau-Weiß in der Defensivarbeit einbringen.

Der 26-jährige Spieler ist gelernter Innenverteidiger ist, fühlt sich aber auch im defensiven Mittelfeld wohl.

Nachdem Viktoria Köln seine Zweite abgemeldet hat, war Winnersbach auf der Suche nach einem neuen Verein, einem Verein mit – wie er sagt – familiärem und seriösem Umfeld und natürlich sportlichem Potenzial: „Friesdorf hat seit vielen Jahren eine gestandene Mittelrheinligamannschaft. Dass das auch in dieser Saison so bleibt, dazu möchte ich meinen Beitrag leisten. Ich möchte eine ordentliche Saison spielen und zur positiven Entwicklung der Mannschaft beitragen“.

Gut gespielt und doch verloren

Die Friesdorfer kamen gegen den FC Hennef sehr gut ins Spiel. Bereits nach vier Minuten hatte Mohamed Loum die erste große Chance, seine Mannschaft auf gegnerischem Platz in Führung zu bringen.  Doch Hennefs Keeper Niclas Altmann schaffte es, den Schuss von Loum gerade noch an die Unterkante der Latte zu lenken. Überhaupt zeigte sich Hennefs Schlussmann gestern in Topform, als er mit zwei guten Paraden zwei weitere hochkarätige Chancen, eine von Edson de Olivier da Conceicao, die andere von Shinsuke Hori, vereitelte und damit eine mögliche Friesdorfer Führung verhinderte. Auch nach der Pause hatten sowohl Shinsuke Hori in der 47. als auch Zacchria Harrach zwei weitere gute Möglichkeiten, ließen diese aber ebenfalls ungenutzt.

„Wir haben bis zur 70. Minute druckvoll gespielt, waren eindeutig besser und hätten zur Halbzeit 2:0 führen müssen,“ sagt Friesdorfs Coach Thomas Huhn und bemängelt damit gleichzeitig die wieder einmal liegengelassenen Chancen.

„Stattdessen fangen wir uns einen dummen Elfermeter ein“. Damit spielt Huhn auf den aus seiner Sicht naiv verschuldeten Strafstoß durch Friesdorfs Juil Kim an (72.), nach Foul an dem Hennefer Mohamed Dahas.

Hennefs Kapitän Yannick Genesi ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte sicher zur Hennefer 1:0 Führung. Friesdorf machte nun hinten auf, mit Folgen. Gerade einmal sechs Minuten später war es der eingewechselte André Klug, der den Ball nach einem Konter zur 2:0 Vorentscheidung für den FC Hennef im Friesdorfer Tor unterbrachte.

„Unsere junge Mannschaft hat sich leider um die Früchte des Erfolgs gebracht“, so Huhn. Dennoch können er und sein Trainerkollege Tillmann Waegner angesichts der über 70 Minuten lang gezeigten Leistung positiv in die Zukunft in blicken. „Wenn man betrachtet, wie nah wir gegen Hennef – einem der Top Five der Liga – an einem Punktgewinn dran waren, dann stimmt mich das am Ende doch positiv.“